„NachbarschaftsWerk“ Infoveranstaltung

Erfolgreiche Informationsveranstaltung

Gebäude energetisch zu modernisieren und gemeinsam mit den Nachbarn an eine Heizung anzuschließen – das sind die Ziele des Projekts „NachbarschaftsWerk – Gemeinsam Stadtbild und Klima schützen“.
Am 4. Oktober 2016 informierten sich hierüber rund 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Gemeindesaal St. Peter. Profitieren können von der außergewöhnlich hohen Förderung von 60 Prozent die Eigentümer der Rheinbaben Siedlung.

Kern des Programms NachbarschaftsWerk ist die Zusammenarbeit in der Nachbarschaft. Mindestens zwei Gebäude mit insgesamt mindestens vier Wohneinheiten sollen sich über eine Kraftwärmekopplungsanlage zu einem Wärmeverbund zusammenschließen. Bestehende Heizungsanlagen können aber mit eingebunden werden. „Es ist kein Ausschlussgrund, wenn in einem Gebäude bereits eine neuere Heizungsanlage besteht. Diese kann eine wichtige Rolle in der Gesamtkonzeption spielen“, erklärt Alexandro Hugenberg, Projektleiter bei der Stadt Bottrop.

Das Projekt NachbarschaftsWerk dient vorwiegend dem Erhalt des Stadtbilds. Aus diesem Grund wurde das Architekturbüro Kroos & Schlemper Architekten aus Dortmund beauftragt, diejenigen Gebäude zu identifizieren, die besondere städtebauliche Qualitäten haben. Zu den Gebäuden zählen unter anderem die Arbeiter- und Beamtenhäuser der ehemaligen Zechensiedlung. Die Experten legten für diese Gebäude, die zum Teil auch unter Denkmalschutz stehen, individuelle Modernisierungsmaßnahmen fest. „Ein Ziel des Bundesförderprogramms ist es dabei, die besonderen Gebäude wieder in ihrem ‚alten‘ Glanz erstrahlen zu lassen. Deshalb sind die Modernisierungsmaßnahmen so angelegt, dass das ursprüngliche Bild des Gebäudes mit seinen Erkern, Fenstern, Türen, Dächern und Fassaden auch nach den Modernisierungsmaßnahmen erhalten bleibt“, so Hugenberg.

Der Technische Beigeordnete Klaus Müller ordnete das Projekt in den Gesamtprozess der InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop ein und machte auf die Bedeutung des Projektes aufmerksam „Eine städtebaulich intakte Siedlung ist attraktiv. Sie erzeugt Aufenthaltsqualität und ein angenehmes Lebensumfeld. Und sie sorgt für ein positives Image der Siedlung“, so Müller.

Im Anschluss stellte Eberhard Stapelmann, Energieberater bei der Innovation City Management GmbH, ein Modernisierungsbeispiel vor. Darin legte er den Anwesenden die unterschiedlichen Maßnahmen von der Dach- und Fassadendämmung über den Austausch von Fenstern und Türen bis hin zur Kellerdeckendämmung dar und präsentierte eine beispielhafte Kostenrechnung. „Alle Gebäude müssen im Rahmen des Projekts individuell betrachtet werden“, erklärt Alexandro Hugenberg. „Der Maßnahmenkatalog dient als Basis und unsere Experten überprüfen dann vor Ort, welche Sanierungsmaßnahmen beispielsweise schon umgesetzt sind und was konkret modernisiert werden muss. So bekommt jeder interessierte Eigentümer einen genauen Überblick, welche Kosten und Maßnahmen auf ihn zukommen. Auf dieser Grundlage kann er sich dann entscheiden, an dem Projekt teilzunehmen.“ Eine engagierte Fragerunde beendete die insgesamt runde Veranstaltung.

Weitere Informationen zum Projekt:

Öffnungszeiten Beratungscontainer am Eigener Markt:
mittwochs 17 bis 19 Uhr
freitags 11 bis 13 Uhr
samstags 11 bis 13 Uhr

Info-Hotline: 70-5000
E-Mail: info@nachbarschaftswerk-rheinbaben.de.

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