Häufig gestellte Fragen

Auf dieser Seite sammeln wir häufig gestellte Fragen, um Ihnen den Informationszugang zu erleichtern. Gerne stehen wir für Sie aber auch persönlich zur Verfügung.

Allgemeine Fragen

Wo kann ich mich informieren?

Zur Information stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

Auf dieser Website in der Rubrik Mitmachen.

Persönlich auf dem Eigener Markt im Info-Container zum Projekt
mittwochs von 17:00 – 19:00 Uhr
freitags und samstags von 11:00 – 13:00 Uhr

Telefonische Terminvereinbarung für eine aufsuchende Beratung unter Hotline 02041/ 70-5000

Was muss ich tun, wenn ich mich beteiligen möchte?

Wie genau Sie vorgehen müssen, wenn Sie sich an dem Projekt beteiligen möchten, erfahren Sie auf dieser Website auf der Seite Ablauf.

Was sind die Voraussetzungen für die Teilnahme?

Um grundsätzlich an dem Projekt teilzunehmen, muss Ihr Gebäudetyp als geeigenet aufgeführt sein. Ob dies so ist, können Sie auf der Seite Ist mein Haus geeignet? erfahren. Um die Fördermittel in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie alle Maßnahmen umsetzen, die in Ihrem Gebäudesteckbrief genannt sind. Darüber hinaus müssen Sie und Ihre Nachbarn die Heizwärme über ein Blockheizkraftwerk (BHKW) beziehen. Grundsätzlich gilt: Es müssen mindestens zwei Gebäude und mindestens vier Wohneinheiten miteinander vernetzt werden. Nähere Informationen finden Sie in der Förderrichtlinie.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Maßnahmen zur energetischen Sanierung und die Vernetzung der Gebäude untereinander werden mit 60 Prozent gefördert.

Ich möchte nur meine Heizung tauschen. Erfüllt das die Voraussetzungen?

Nein, das erfüllt nicht die Voraussetzungen der kombinierten Sanierung von Gebäude und Heiztechnik im nachbarschaftlichen Verbund.

Kann ich die Handwerker selbst auswählen?

Ja. Es ist allerdings notwendig, drei Vergleichsangebote einzuholen. Das ist auch für die Stadt Förderauflage. Zudem muss es sich um qualifizierte Handwerksbetriebe handeln.

Sind Eigenleistungen förderfähig?

Nein.

Wie weit wird der Verbund von der Stadt bzw. InnovationCity begleitet?

Die Stadt steht Ihnen bis zum Abschluss der Baumaßnahme mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt vor allem auch bei der Abwicklung der Fördermodalitäten. Nach dem Ende der Baumaßnahme sind Sie bzw. Ihr Nachbarschaftsverbund autark.

Fragen zum Gebäude und zur Technik

Wieviel Platz nehmen BHKW und ggf. Speicher in Anspruch?

Das eigentliche BHKW-Modul besitzt ungefähr die Größe einer Waschmaschine. Der optionale Speicher kann, je nach Volumen, die Größe eines Kühlschrankes erreichen.

Wie laut ist das Gerät? Sind Schallschutzmaßnahmen erforderlich?

Die Quelle von Lärm ist zugleich das Herzstück des BHKWs – der Motor. Dieser wird von einem schallisolierten Metallgehäuse umschlossen, wodurch das BHKW nicht lauter als ein Kühlschrank ist.

Wie oft muss das Gerät gewartet werden und was kostet das?

Das Wartungsintervall ist abhängig von den Betriebsstunden des BHKWs. Meist erfolgt die Wartung jährlich, spätestens allerdings nach zwei Jahren. Die Kosten variieren je nach Hersteller und liegen meist zwischen 500 € und 1.000 €. Die Modalitäten können in einem Vollwartungsvertrag mit dem Hersteller geregelt werden.

Welche Wärmeverteilsysteme müssen vorhanden sein oder sind geeignet?

Eine Einbindung des BHKWs ist in die vorhandenen Wärmeverteilsysteme möglich.

Brauche ich einen Kamin?

Wie bei der konventionellen Wärmeerzeugung ist auch ein Kamin bei einem BHKW nötig. Oftmals kann der vorhandene Kamin für das BHKW genutzt werden.

Wo steht das BHKW?

Das BHKW wird für gewöhnlich im bereits vorhandenen Heizungsraum installiert. Dort, wo auch der konventionelle  Heizkessel platziert ist.

Welche Unterschiede gibt es bei BHKW´s? Was sind die Unterschiede zwischen Ottomotor, Stirlingmotor und Brennstoffzelle?

BHKWs unterscheiden sich in der Art der Energiebereitstellung. Gasbetriebene Ottomotoren stellen dabei die am häufigsten verwendete Bauart dar. Dabei handelt es sich um Verbrennungsmotoren, wie sie auch in PKWs zum Einsatz kommen. Diese werden für den Gasbetrieb und die Abwärmenutzung modifiziert.

Bei Stirlingmotoren wird externe Wärme genutzt, um einen Zylinder anzutreiben. Diese Wärme muss nicht zwingend aus einem Verbrennungsprozess stammen. Stirlingmotoren sind wartungsärmer als z. B. Verbrennungsmotoren. Allerdings sind sie lediglich in sehr kleinen Leistungsbereichen verfügbar.

Brennstoffzellen-BHKWs stellen Strom und Wärme ohne eine Verbrennung zur Verfügung. In ihrem Inneren laufen chemische Reaktionen ab, die Strom und Wärme erzeugen. Diese Technologie ist ebenfalls nur in sehr kleinen Leistungsbereichen erwerblich.

Fragen zur Wirtschaftlichkeit und Finanzierung

Wie teuer ist ein BHKW und wann rentiert sich das?

Die Kosten für ein BHKW-Modul hängen von der Leistung des Moduls ab. Für die Versorgung von vier Haushalten fallen ungefähr Kosten von 25.000 bis 30.000 € ohne Förderung für das BHKW-Modul an. Dabei hängt die Wirtschaftlichkeit von mehreren Faktoren ab. Den größten Einfluss haben die vorherrschenden Energiebezugskosten, die Laufzeit und die Eigenverbrauchsquote des erzeugten Stroms.

Die Energiebezugskosten definieren einerseits die Betriebskosten eines BHKW-Moduls und andererseits die Einsparungen, welche durch den Eigenverbrauch des produzierten Stroms generiert werden können. Dabei ist die Höhe der Einsparungen von der Eigenverbrauchsquote abhängig. Die Laufzeit eines BHKWs sollte mindestens 4.000 – 5.000 Stunden im Jahr betragen.

Der Zeitpunkt, zu dem sich eine solche Anlage rentiert, variiert je nach Höhe des vorherrschenden Verbrauchs. In der Regel liegt sie zwischen 3 und 6 Jahren.

Wieviel Strom-Eigenverbrauch ist realistisch, in Prozent von der erzeugten Strommenge?

Die Höhe des Eigenverbrauchs hängt davon ab, inwieweit der Wärme- und Strombedarf eines Gebäudes zeitlich zusammenfallen. Bei Wohngebäuden ist eine Eigenverbrauchsquote von 60 bis 70 Prozent wahrscheinlich.

Kann ich Fördermittel kombinieren?

Grundsätzlich ja. Sie erhalten einen Anteil von 60 % für die Herstellung der erforderlichen Maßnahmen. Eine Verbindung mit z.B. KfW oder Bafa-Mitteln oder aus dem progress-Programm zur Reduzierung des Eigenanteils ist zu prüfen. Wir informieren Sie dazu.

Wann bekomme ich die Fördermittel ausgezahlt?

Die Auszahlung erfolgt nach der Abnahme der Baumaßnahme. Es ist daher auf eine zügige und koordinierte Bauausführung zu achten. Die Auszahlung von Drittmitteln ist mit dem jeweiligen Fördermittelgeber zu regeln.

Wer macht die Abrechnung?

Der Betreiber der Anlage.

Muss jeder Verbundpartner Rücklagen für Instandhaltung bilden?

Wie bei jeder Eigentumsanlage ist auch für die Gemeinschaftsanlage eine Rücklage zu bilden. Das entscheiden und regeln Sie jedoch privat.

Gibt es eine Frist zur Zweckbindung der Fördermittel?

Ja, die Zweckbindungsfrist beträgt zehn Jahre.

Fragen zur Vernetzung der Gebäude

Um an einem Verbund teilnehmen zu können, muss Strom und Wärme abgenommen werden oder kann bspw. auch nur Strom abgenommen werden?

Voraussetzung für eine Förderung ist es, dass sich Gebäude zu einem Wärmeverbund zusammenschließen. Diese Gebäude sind energetisch entsprechend den Anforderungen der Arbeitshilfe zu modernisieren. Wenn darüber hinaus ein weiteres Gebäude an die Stromversorgung der KWK-Anlage angeschlossen wird, ist das grundsätzlich möglich. Eine Förderung dafür ist nur möglich, wenn das Gebäude auch modernisiert wird.

Was ist wenn ein Verbundteilnehmer später aussteigen möchte oder z.B. das Haus verkauft wird?

Das ist grundsätzlich möglich. Es gilt eine Zweckbindungsfrist von 10 Jahren. Diese Frist ist auf einen Rechtsnachfolger zu übertragen. Das wird in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag mit dem Bauherrn und der Stadt geregelt.

Ist ein Grundbucheintrag erforderlich?

Die Fragen der Nutzungsregelungen und Betretungsrechte regeln Sie privatrechtlich innerhalb ihrer Verbund-Gemeinschaft.

Benötige ich eine Baugenehmigung?

Die Fragen der Genehmigung und Zulässigkeit für die Aufstellung der KWK-Anlage außerhalb Ihres Heizungskellers  auf Ihrem Grundstück ist abhängig von der Leistung der Anlage, der Frage, ob Sie ein neues Gebäude errichten möchten und der Größe dieses Gebäudes. Ebenfalls kann der Denkmalschutz eine wichtige Rolle spielen.

Nehmen Sie deshalb bitte Kontakt mit dem Bauordnungsamt bei der Stadt Verwaltung Bottrop auf.

Werde ich dafür finanziell entschädigt, wenn ich mein Haus oder Grundstück für die Aufstellung zur Verfügung stelle?

Das regeln Sie privat mit der Verbund-Gemeinschaft.